Autor: annamastalerz

die heilsame wirkung des strickens, ein kurs in erinnern: gedächtnistraining durch stricken

Stricken fördert Entspannung, Kreativität und das Langzeitgedächtnis. Lese hier über die positive Wirkung des Stricken auf Körper, Geist, Seele und den Menschen.

Wenn du einen Pullover, Socken oder einen Schal strickst, trainierst du damit ganz nebenbei dein Gedächtnis. Denn regelmäßige Handarbeit kann nach neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen für Tiefenentspannung sorgen und gleichzeitig das Erinnerungsvermögen fördern.

Stricken stärkt das Selbstvertrauen und das Gefühl, dazuzugehören.

Stricken fördert das Konzentrationsvermögen.

Stricken baut Stress ab.

Stricken macht glücklich.

Stricken trainiert das Durchhaltevermögen.

Stricken fördert Kreativität und Individualität.

Stricken steigert die Gedächtnisleistung.

Stricken trainiert die Fingermuskulatur.

Stricken hilft bei Schlafproblemen.

Stricken ist Training für beide Gehirnhälften.

Gedächtnisverlust durch Stricken vorbeugen

„Für viele ist das Stricken eine Art Meditationshilfe“, erklärt Karl Strünkelnberg von der „Deutschen Gesellschaft für therapeutische Hypnose“ gegenüber der „Freien Presse“ (FP). Wer regelmäßig zu Stricknadeln greift, aktiviere die gleichen Hirnareale, die auch bei Yoga oder anderen Entspannungsübungen angesprochen werden. Auf Dauer senke dies den Blutdruck und reduziere das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen.

Im Alter werden manche Menschen vergesslich, andere können sich auch mit 90 Jahren noch fast alles merken. Sind für diese Unterschiede allein die Gene verantwortlich? Nein, sagen Wissenschaftler. Auch die Art, wie wir unser Gehirn fordern, hat großen Einfluss auf die Gedächtnisleistung im Alter. Wer jeden Tag viele Stunden vor dem Fernseher sitzt, spornt sein Gedächtnis nicht gerade zum aktiven zuhören an. Im Gegensatz dazu helfen stimulierende Tätigkeiten wie Lesen, Spielen oder Handarbeiten dem Geist sich auf das zu freuen, was noch geschehen mag.

Stricken fürs Langzeitgedächtnis

Eine Studie der Universität Cardiff konnte laut „FP“ zeigen, dass Stricken zwar nicht das Einprägen neuer Vokabeln förderte, wohl aber deren Abruf aus dem Gedächtnis. So konnten sich Probanden während des Strickens an deutlich mehr Wörter erinnern als ohne die begleitende motorische Tätigkeit.

Die Vermutung der Wissenschaftler: Der Effekt ist sogar von Dauer. Wer beim Vokabelabfragen zu Hause nebenbei stricke, könne mehr Begriffe im Langzeitgedächtnis speichern und noch lange Zeit später wiedergeben.

Und wie kommt es dazu: Durch die rhythmischen, beidseitigen Handbewegungen werden die Gehirnhälften miteinander verbunden. Aus dieser Erkenntnis heraus setzen Ergotherapeuten Handarbeit schon lange als Behandlungsmethode ein. Es ist übrigens niemals zu spät, um noch mit dem Stricken oder anderen Beschäftigungen anzufangen. Denn der positive Effekt zeigt sich auch dann noch, wenn erst in hohem Alter mit dem Stricken begonnen wird.

Die heilsame und positive Wirkung des Strickens

Die verborgende Kraft der Handgelenke beeinflusst das Gehirn. Sie fördert zum einen das Wohlbefinden und zum anderen die Gesundheit. Beim Stricken erreicht der Geist seinen natürlichen Zustand. Man schaltet ab, vergisst den Stress und beugt Krankheiten vor. Kopf und Körper sind im Einklang miteinander.

In ihrem fast 200 seitigen Buch betont Betsan Corkhill die meditativen Aspekte des Strickens, »die vermutlich von dessen beidseitigen, rhythmischen und automatischen Bewegungen herrühren«. Die englische Schmerztherapeutin und Physiotherapeutin bringt ihre Patienten bereits seit einigen Jahren an die Nadel und berichtet von einem ganzen Bündel heilwirksamer Effekte. Wie etwa die Schmerzlinderung und ein Anheben des Selbstwertgefühls. Eine depressive Frau schrieb der Therapeutin »Stricken ist für mich ein sicherer Ort. Es hilft mir, gesund zu werden.«

Nebenwirkungen sind beim Stricken nicht zu befürchten, auch wenn einige passionierte Anwender sich scherzhaft als »stricksüchtig« bezeichnen. Problematisch ist jedoch, dass die Heileffekte praktisch an jedem Zweiten vorbeigehen, weil Stricken so gut wie nur von Frauen betrieben wird. Was nicht nur schade, sondern auch ein historisches Missverständnis ist. »Denn Stricken ist ursprünglich eine männliche Beschäftigung und wurde erst nach dem ersten Weltkrieg zur Frauensache«, erklärt Corkhill. Vermutlich wurde es dereinst von Fischern erfunden, um die Netze zu knüpfen.

Stricken baut Stress ab.
Dr. Herbert Benson von der Medical School in Harvard hat festgestellt, dass das Stricken beruhigt und Stress abbaut. Ähnlich wie beim Beten, bei Yoga oder beim Meditieren können die Gedanken beim Stricken abschweifen. Die Mischung aus rhythmischen Bewegungen, monotonen Abläufen und dem Klappern der Nadeln hat eine Wirkung, die mit der eines Mantras vergleichbar ist.

Stricken ist Training für beide Gehirnhälften.
Beim Stricken werden beide Hirnhälften in Anspruch genommen. So muss die eine Hirnhälfte die Bewegungen der Hände steuern und koordinieren. Gleichzeitig ist die andere Hirnhälfte in Sachen Konzentrationsfähigkeit, logisches Denkvermögen und Vorstellungskraft gefragt.

An der Universität Cardiff wurde eine Studie zum Thema Stricken und Gedächtnis durchgeführt. Dabei zeigte sich, dass vorhandenes Wissen besser abgerufen werden kann, wenn gleichzeitig dabei gestrickt wird.

Stricken hilft bei Schlafproblemen.

Beim Stricken sinken der Blutdruck und der Puls. Zudem entspannt das Stricken und hilft dabei, den Stress und die Hektik des Alltags hinter sich zu lassen. Beim Stricken kann man abschalten. Dies wiederum wirkt sich günstig aus, wenn man Probleme beim Ein- und Durchschlafen hat.

Stricken trainiert die Fingermuskulatur.

Das Zusammenspiel beider Hände und die Bewegungen der Finger sind ein gutes Training für die Hand- und Fingermuskulatur und damit auch für die Feinmotorik. Sogar bei entzündlichen Erkrankungen der Gelenke (wie etwa bei Rheuma) oder bei Nervenschädigungen kann das Stricken eine ideale Therapie sein.

Stricken fördert Kreativität und Individualität.

Beim Stricken werden individuelle Einzelstücke angefertigt und jedes Stück entsteht nur 1x. Gleichzeitig ermöglicht das Stricken eigenen Ideen umzusetzen.

Stricken trainiert das Durchhaltevermögen und fördert die Konzentration.

Es dauert immer seine Zeit, bis eine Strickarbeit fertig gestellt ist. Manchmal sind es zwar nur ein paar Stunden, manchmal werkelt man aber wochenlang an einer Strickarbeit. Allerdings sind gerade größere und aufwändigere Strickstücke ein ideales Training für das Durchhaltevermögen und steigert die Geduldsleistung.

Obwohl das Stricken selbst aus recht monotone Bewegungen besteht muss man sichbbesonders bei aufwendigen Mustern stets konzentrieren. Auch Zu- und Abnahmen, das Aufnehmen und Abketten der Maschen oder das Zusammennähen von Strickstücken erfordert Aufmerksamkeit. Deshalb ist das Stricken eine sehr gute Übung für die Konzentrationsfähigkeit.

Stricken stärkt das Selbstvertrauen und macht glücklich.
Eine grandiose Sache beim Stricken ist das visuelle Feedback. Jede Masche ist ein Schritt zur Fertigstellung einer Reihe und damit des gesamten Projekts.

Ein gelungenes selbst hergestelltes Teil macht zu Recht glücklich und stolz. Gleichzeitig wächst auch das Selbstvertrauen, wenn ein Ziel erreicht und eine Aufgabe erfolgreich gemeistert wurde.

In den USA raten Ärzte schwerkranken Patienten immer wieder dazu, zu Wolle und Stricknadeln zu greifen. Das Stricken lenkt ab, beschäftigt und hilft so dabei, die schwere Zeit zu überstehen. Ist eine Strickarbeit fertig gestellt, schüttet das Gehirn als Belohnung außerdem jede Menge Glückshormone aus. In psychologischen Studien wurde aber nicht nur festgestellt, dass Menschen, die sich Handarbeiten widmen, glücklicher sind. Stattdessen hilft das Stricken auch dabei, sich Aufgaben zu stellen, sich klare Ziele zu setzen und diese Ziele konsequent zu verfolgen

 

 

Wolle natürlich färben: mit Krapp

Krapp ist neben Indigo einer der ältesten Pflanzenfarbstoffe. 

Schriftliche Aufzeichnungen über die Verwendung von Krapp finden sich bei den Griechen und den Römern. Plinius der Ältere, ein römischer Schriftsteller und Offizier, berichtet von einer Pflanze namens Rubia, die „zum Färben der Wolle und des Leders unentbehrlich“ sei und viel Gewinn bringe. 

Größte Berühmtheit erlangte ein Färbeverfahren der Türken: Durch einen komplizierten Färbevorgang erreichten sie ein feuriges Rot von außergewöhnlicher Farbechtheit, das sogenannte „Türkischrot“. Türkische Einwanderer lüfteten das Geheimnis des Verfahrens im 17. Jahrhundert in Frankreich und verhalfen dem elsässischen und provencialischen Krappanbau zu einer neuen Blüte.

Die Färberröte ist eine mehrjährige, 50 bis 80 Zentimeter hohe Staude aus der Familie der Rötegewächse. Sie ist eine Schlingpflanze und benötigt andere Pflanzen zum Halt. Ihr Farbstoff befindet sich bei den lebenden Pflanzen nicht in den kleinen, gelben, unscheinbaren Blüten, sondern im Zellsaft und in den Wurzeln. Diese sind 20-30cm lang und außen hellrot gefärbt. Sie werden ab dem dritten Jahr im Frühling und im Herbst gesammelt, getrocknet und schließlich geschnitzelt oder gemahlen. Die rote Farbe entwickelt sich erst durch das Trocknen der Wurzelstöcke.  

Krapp ist wie Blauholz und Reseda ein Beizenfarbstoff für Wolle, Baumwolle und Seide. Zum Färben weicht man die Wurzel einen Tag vorher im Wasser ein. Beim Färbevorgang kommt das Textilmaterial zusammen mit der Krappwurzel und dem Einweichwasser in das Färbebad. Das Bad wird etwa eine Stunde bei einer Temperatur von 70 bis 80°C konstant gehalten. Geht man mit der Temperatur darüber, wird die Farbe nicht rot, sondern etwas bräunlicher. Damit die Färbung gleichmäßig gelingt, sollte das Bad ständig umgerührt werden. Bei der Verwendung von Alaun beim Beizen entstehen rote Farbtöne auf der Stofffaser, Eisensalze führen zu bräunlichen Nuancen. ( Quelle: seilnacht.com)

Für unsere erste Färbung brauchen wir:

45g geschnittene Wurzel von Krapp , einen großen Färbetopf, 2,5 Liter Wasser und 100g vorgebeizte Wolle. Unsere Wolle haben wir zuvor in einem Beizbad aus Alaun für mehrere Tage beizen lassen. Die für die Färbung verwendete Natur Wolle (weiss) kommt vom Bergschaf.

Krappwurzel

Zuerst geben wir die geschnittene Krappwurzel und etwas Wasser in den Topf hinein und erhitzen das Färbegut. Manche Rezeptvorschläge geben an, dass man den Krapp zuvor eine Nacht einweichen tut. Für diese Färbung machen wir das nicht, da wir verschiedene Varianten der Färbung ausprobieren möchten.

Den Topf füllen wir mit Krapp und geben etwas Wasser hinzu. Das ganze wird auf einer Sparflamme (Stufe: 1,2) langsam erhitzt. Sich die Farbe etwas aufgelöst hat geben wir das weitere Wasser hinzu (insgesamt etwa 2,5 Liter) und das Färbegut (die gebeizte Wolle) hinein. Da die Wolle hohe Temperaturschwankungen nicht gut verträgt, achten wir beim einlegen der Wolle dadrauf, dass das Wasser in etwa die selbe Temperatur hat wie die Wolle Selbst. Das Färbegut köchelt in etwa 1 Stunde auf dieser kleinen Flamme. Wir rühren gelegentlich die Wolle und nehmen nach der abgelaufenen Zeit oder nach unserem Gefühl den Topf vom Ofen herunter. Das ganze ruht im Sud bis zum erkalten. Die Wolle wird dann vorsichtig herausgenommen und in ein kurzes Essigbad hineingelegt um die Farbe zu fixieren. Danach hängen wir die Wolle nur noch zum Trocknen aus und so schaut unsere erste Färbung mit der rein pflanzlichen Farbe, Krapp aus:

Mit Krappwurzel gefärbte Bergschafwolle im Kammzug.

Wolle natürlich färben: mit Cochenille

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Cochenille ist ein natürliches, rotes Farbstoff-Gemisch, das aus verschiedenen Schildlausarten gewonnen werden kann. Es enthält hauptsächlich Carminsäure und Kermessäure als färbende Bestandteile.

Ein aus Kermes-Läusen gewonnener Farbstoff war bereits bei den Ägyptern, Griechen und Römern unter dem Namen Scharlachrot zum Färben von Wolle, Leder und Seide bekannt. (hier kannst du dich mehr über die Geschichte, Gewinnung, Toxikologie und Porträts von Cochenille informieren: Cochenille.)


Für unsere Färbung brauchen wir:

15g Cochenille , einen großen Färbetopf, 1,5 Liter Wasser und 100g vorgebeizte Wolle. Unsere Wolle haben wir zuvor in einem Beizbad aus Alaun für mehrere Tage beizen lassen. Die für die Färbung verwendete Natur Wolle (weiss) kommt vom Bergschaf.

Zuerst geben wir Cochenille und etwas Wasser in den Topf hinein und erhitzen das Färbegut. Manche Rezeptvorschläge geben an, dass man das Färbegut in einem Färbesäckchen in das Wasser hineinlegt. Für diese Färbung machen wir das nicht. Der Topf wird auf einer Sparflamme (Stufe: 1,2) langsam erhitzt. Sich die Farbe etwas aufgelöst hat geben wir das Wasser hinzu (1,5 Liter) und das Färbegut (die gebeizte Wolle) hinein. Das Färbegut köchelt in etwa 1 Stunde auf dieser kleinen Flamme. Wir rühren gelegentlich die Wolle und nehmen nach der Zeit den Topf vom Ofen herunter. Das ganze ruht im Sud bis zum erkalten. Die Wolle wird dann vorsichtig herausgenommen und in ein kurzes Essigbad hineingelegt um die Farbe zu fixieren. Danach hängen wir die Wolle nur noch zum Trocknen aus und so schaut unsere Färbung mit der rein pflanzlichen Farbe, Cochenille aus:

Bei der zweiten Färbung gehen wir ähnlich wie bei der ersten Färbung vor. Dabei wird das Cochenille zum Pulver gemahlen und mit 6 Gramm Weinstein im Topf mit etwas Wasser erwärmt bis sich der Farbstoff etwas aufgelöst hat. Dazu geben wir 2 Liter Wasser und die zuvor vorgebeizte Wolle. Nach dem aufkochen blieb die Wolle einige Tage noch im Topf liegen und der Farbton ist ein intensiver , satter Karminrot geworden.

2te färbung mit cochenille

Bei einer Schafschur in Bad Fallingbostel

Welch eine erquickende Erfahrung dabei gewesen sein zu können.
Hier bei einer Schafschur der Heidschnucken Herde von einem sehr lieben Schäfer aus Bad Fallingbostel.
Wir haben gelacht, gedacht, gesprochen, Pause gemacht und mit gemeinsamer Kraft die Tat vollbracht.
Aus der Wolle der Lämmer Böckchen spinnen oder Filzen wir jetzt was
Die Böcke werden in der Regel nicht mit den Mutterschafen zusammen gehalten. Und warum? Weil sie sonst 30 mal am Tag Sex machen wollen würden und dann gäbe es viel zu viele Baby Schafe, wurde uns berichtet.

Glocken Windspiel „alle Farben dieser Welt“

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Heute zeigen wir dir unsere jüngste Entdeckung, die drei kleine Filz Glöckchen „alle Farben dieser Welt“.

Die drei aus Schafwolle gefilzte Glocken sind auf einem handgesponnenenem doppelfädigem Wollgarn befestigt. Auf einer der Glöckchen ist ein kleines Messing Glöckchen befestigt, welches bei Wind oder einer mit Hand ausgelösten Bewegung leise klingt. Wie ein Objekt, das vom sanftem Wind berührt, einen Klang von sich gibt.

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Alle drei Glocken sind mit jeweils einer Filzkugel und einer Schlaufe zum aufhängen vorbereitet, so, dass du diese wunderbare Dekoration nur noch am Baum deiner Wahl, an der Hauswand oder im Kinderzimmer aufhängen kannst. Als Geschenk zu Weihnachten ideal, da es an einen Weihnachtsbaum erinnert, das zum sogenanntem „Fest der Liebe“ von Familienmitgliedern dekoriert wird. Und auch als eine Mitbringsel für ein Geburtstag, zu einer Party oder Geschenk für Familie, Bekannte oder Freunde gut.

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Ob mit oder ohne Anlass, diese drei Glöckchen zaubern ein ewiges Lächeln auf die Gesichter des beschenkten. Beschenken Sie Ihre Lieben und geniessen Ihre gemeinsame Zeit.

Auf Wunsch produzieren wir ein Glöckchen Trio in deinen Lieblingsfarben. Welche Farbe spricht dich an?

Hier kannst du etwas über die Farben und Ihre Wirkung nachlesen. Glocken Windspiel und die Farben. Du Fragen zum Produkt hast, beantworten wir diese gerne. Schreibe uns einfach eine Email an info@art-und-werk.de

Schafe scheren

schafe scheren

Im Frühjahr und im frühen Sommer passiert es, das die Schafe einen Kurzhaarschnitt bekommen. Mindestens einmal im Jahr gehen Sie dann zum Friseur der sie von Ihrem Haar befreit. Das Scheren der Schafe ist für ihre Gesundheit und ihr Wohlbefinden wichtig. Würden Sie nicht geschoren werden, könnten Sie von Überhitzung erkranken.

Foto: Sheep Shearing, 2011 Paul Cary Goldberg

Wolle färben: Rainfarn

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Das färben der Wolle mit organischem Material und Pflanzen. Rainfarn.

Die färbenden Inhaltsstoffe des Rainfarns sind Luteolin, Quercetin und Isorhamnetin. Sie sind zur Gelbfärbung von Naturfasern geeignet. Der Farbstoffgehalt liegt bei ca. 1,5 % i. d. TM (kalibriert gegen Rutin). Rainfarn wurde früher vor allem als Wurmmittel in der Volksmedizin eingesetzt, ist heute jedoch als Heilpflanze nicht mehr gebräuchlich.

Das Ausgangsmaterial für jede unserer Färbungen ist vorgebeizte Schafwolle in Naturton. Für die Färbung wählen wir eine weiche Bergschafwolle.


Der Rainfarn zählt zu den Kompasspflanzen, die ihre Blätter im vollen Sonnenlicht genau senkrecht nach Süden richten. Seine Hauptblütenzeit ist von Juli bis September und er findet sich an vielen schönen Orten wie Waldwege oder Feldwegen wieder.

Von dem Rainfarn sammeln wir für unsere Färbung von 100g Wolle die doppelte oder dreifache Menge an Blüten. Für diese Färbung habe ich 340g Rainfarn auf 100g Wolle und 3 Liter Wasser genutzt. Möglicherweise lässt sich die Intensität der Farbe dadurch steigern wenn wir die Menge der Blüten erhöhen.

Die gewünschte Menge an Rainfarn Blüten wird in ein grosses Topf hineingegeben und mit 3 Liter Wasser übergossen. Da das Wasser beim einkochen etwas verdampft geben wir dann noch ein halbes bis ganzes Glas voll Wasser hinzu. Das ganze wird dann aufgekocht und über Nacht im Topf stehen gelassen. Ein Tag später nehmen wir die Blüten heraus und Tun die vorgebeizte Wolle in den Topf mit dem Sud hinein. Das ganze wird jetzt nochmal kurz aufgekocht und nach dem aufkochen badet die Wolle in dem Sud einen weiteren Tag lang.

Danach wird die Wolle herausgenommen, sanft ausgedrückt und zum trocknen aufgehängt. Nach dem trocknen schaut die wie hier unten im Bild aus. Natürliche Färbung mit organischem Material: Rainfarn.

Wolle färben: Birke, Löwenzahn, Kurkuma

natürlich leben und fair wirtschaften.

Das färben der Wolle mit organischem Material und Pflanzen. Birke, Löwenzahn, Kurkuma.
Wir lieben Gelb. Gelb leuchtet, strahlt, wärmt und erinnert uns an die Sonne, den Sommer und Sonnenblumen. Gelb in Bekleidung auf dem Körper getragen wirkt sich auch positiv auf die Gesundheit des Menschen aus. Die Farbe Gelb hilft bei der Entgiftung des Organismus und fördert Kreativität. Hier siehst du das Ergebnis der Färbung aus Birkenblätter, Löwenzahnblüten und Kurkuma. Ein wunderschönes, sattes und intensiv leuchtendes gelb.

Lammwolle des drehnter Heideschafs und Merino

natürlich leben und fair wirtschaften.

drente Heideschaf. Bild von: Pascal

aus der extraweichen Lammwolle des drehnter Heideschafs und einer mit einem Pflanzenmix gefärbten Merinowolle gestalten wir wohlig warme Bekleidung. Ganz im Einklang mit der Natur.

Die Fotos zeigen den Schaf, die Wolle in ihrer rohen Form und die von mir ausgesuchte Kombination von Farben für ein Mützenprojekt, ein sattes orange oder gelb und braun.

die Rohwolle wird nach dem waschen noch kardiert und gekämmt.

 

schafwolle mit pflanzen gefärbt
ein Kammzug. Merinowolle mit Pflanzen gefärbt.

 

drehnter Schafswolle in braun und mit Pflanzen gefärbte Merinowolle in einem sattem Gelb auf einer Handspindel gewickelt.